„Dieser ist mein geliebter Sohn, ihn hört!“ (Mt 17,5)

Heute feiern wir den zweiten Fastensonntag. Das heutige Evangelium stellt uns das Ereignis der Verklärung vor. Es ist die zweite Etappe des Weges der Fastenzeit. Die erste waren die Versuchungen in der Wüste am vergangenen Sonntag, die zweite ist die Verklärung.

Ein sonniger Sonntag begrüßte bei Maria Hilfe eine große Zahl von Pilgern. Die meisten kamen zur zentralen Pilgermesse, die um 10 Uhr in der Basilika Maria Hilfe von dem Rektor des Heiligtums, Dr. P. Robert Bahčič, gefeiert wurde. In der Predigt sprach er über das heutige Wort Gottes: „

Die erste Lesung möchte uns auf tiefere Weise die vorausgehende Erklärung von Jesu Verklärung und Leiden zeigen. In Abrahams Gehorsam, alles zu verlassen: sein Land, das Haus seines Vaters, seine Verwandtschaft und sich auf den Weg zu machen, wird er wegen dieses vollkommenen Gehorsams den Segen empfangen. Die vollkommene Hingabe, nach Abrahams Vorbild, wird sich im Messias, in Jesus Christus, erfüllen.

Der Apostel Paulus befiehlt Timotheus in der zweiten Lesung: „Leide mit mir für das Evangelium.“ Es geht um das bewusste Nachfolgen Christi, dem leidenden und auferstandenen.

Der Apostel Paulus hat gut erkannt, dass er für den Herrn leiden muss, denn gleich nach Paulus‘ Bekehrung lesen wir in den Apostelgeschichten: „Ich werde ihm zeigen, wie viel er für meinen Namen leiden muss.“ (Apg 9,16) Und genau das muss jede Generation begreifen, auch wir, dass zum Mittwoch der Verklärung das Leiden gehört.

Was haben die Jünger und auch andere Menschen bei Jesus gesehen? Äußerlich war er nicht anders: Sie kannten seine Stimme, sein Aussehen, woher er kam. Den wahren Jesus, den echten, kann man jedoch nicht mit gewöhnlichen Augen, im gewohnten Licht sehen. Das ist die Frucht einer plötzlichen Offenbarung, die Frucht eines Geschenks. Auch in unserem täglichen christlichen Leben muss sich etwas grundlegend ändern, wie bei den drei Jüngern, damit wir unseren Erlöser wirklich erkennen.

Die drei Jünger sind privilegierte Zeugen von Jesu Herrlichkeit und seinem Leiden. Der Vater hat ihnen klar offenbart, wer Jesus ist: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“ Und dem folgt auch der Befehl: „Ihn hört!“ Jetzt spricht der Vater nicht mehr durch verschiedene Propheten, sondern direkt durch den Sohn. Wer den Willen Gottes erfüllen will, muss auf seinen Sohn hören, auch wenn er über Leiden, Verfolgung und Tod spricht. Jetzt wissen wir auch, dass sich alles in Herrlichkeit verwandeln wird.

Die Ankündigung dieser Herrlichkeit spüren wir in den Worten Jesu an die drei verängstigten Jünger, als er zu ihnen tritt und ihnen sagt: „Steht auf und fürchtet euch nicht!“ Was die Jünger gesehen haben, ist nicht für heute, sondern für die Zukunft. Als sie ihre Augen erheben, sehen sie nur Jesus selbst, niemand anderen. Im Garten Gethsemane wird Jesus diese Einsamkeit fortsetzen, weil er sein Leiden allein leben und ertragen muss.

All dies ruft uns, wie Abraham, zum Glauben und zur Hoffnung, das Übrige wird Gott selbst tun. Den drei auserwählten Zeugen hat er seine himmlische Herrlichkeit offenbart, damit sie zuerst selbst treu bleiben, wenn es schwer wird, und dass sie dann auch andere ermutigen, treu zu sein, wenn Prüfungen und Leiden kommen.

Das Wort Gottes lädt uns ein, aufmerksam auf das Wort Jesu zu hören und uns in seinem Licht in die Reinheit des Gottesbildes zu verwandeln, das der Vater selbst in uns geprägt hat.« So schloss P. Robert Bahčič seine Ansprache an die Pilger.

Vorbereitet von: AEF

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1. März 2026